Donikkl

Fragen?

Wie heißen die Musiker?

DONIKKL (Gesang, E-Gitarre)

Erfindet in seinem Baumhaus-Tonstudio neue Lieder und liebt es, mit seinen Freunden Musik zu machen. Kann höher springen als ein Känguruh.

„Die Weißwürschtl“ sind seine Bandkollegen:

Rodscha aus Kambodscha (Gesang, E-Gitarre)

Ohrwurmzüchter und wilder Tänzer.

Tom Palme (Akustik-Gitarre, Percussion, Gesang, Tanz)

Das Vorbild aller Kinder, die sich nicht die Haare kämmen lassen.

Erich der Koch (Schlagzeug, Percussion, Gesang)

Kocht die Rhythmussuppe mit ganz vielen Gewürzen.

Ameisen Michl (Bass, Gesang)

Lässt uns mit seinem Bumm Bumm Bass nicht still stehen.

Kirby Kobold (E-Piano, Keyboards)

Zaubert mit schwarzen und weißen Tasten funkige Töne.

Peter Trom (Trompete)

Der lustige Wikinger macht mit messerscharfen Bläser-Hooks gehörig Druck.


Woher kommt der Name DONIKKL?

Diesen Namen hat ein dreijähriges Mädchen beim Babysitten (zusammen mit DONIKKLs allerersten Freundin) erfunden. Seitdem sagen alle „DONIKKL“ oder „Herr DONIKKL“ zu ihm.


Wie wurde „So a schöner Tag (Fliegerlied)“ so erfolgreich?

Dieses Lied gibt es schon seit 2001. Durch unglaubliche Eigendynamik ist aus einem Kinderlied, das DONIKKL zur Körperwahrnehmung und Stärkung des Selbstvertrauens von Kindern und Behinderten geschrieben habe, ein Oktoberfest-, Faschings- und Apres-Ski-Hit geworden, unglaublich.


Seit wann schreibt DONIKKL Kinderlieder und wie ist er dazu gekommen?

Schon immer hat der DONIKKL in vielen musikalischen und pädagogischen Projekten mitgewirkt bzw. sie geleitet, bevor er sich selbst für das Schreiben von Kinderliedern begeisterte. Im Rahmen der Forschungsarbeit über Kindermusik am Regensburger Institut für Volkskunde verfasste er die Studie „Die neuen Stars im Kinderzimmer“. Ein offizielles Gutachten bescheinigt seinen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Kinderlied und der aktuellen Kindermusikszene in Deutschland „wegweisende Impulse für die künftigen Forschungsarbeiten der Deutschen Volksliedarchive Freiburg und Berlin“.

Auf diesem Weg hat DONIKKL seine Liebe zur Kindermusik entdeckt und sich von da an zum Ziel gesetzt, für eine Aufwertung der Gattung Kinderlied zu kämpfen – „Raus aus dem Keller der Kulturhierachie!“

Seit 2001 bastelt er nun in seiner Musikwerkstatt „DONIKKL Productions“ neue Ohrwürmer für kleine und große Ohren. Und damit es mehr Spaß macht hat er sich lustige Musikerfreunde gesucht, die große Freude daran haben, das Kind in sich leben zu lassen.


Welche Inhalte werden gewählt und warum?

Die Inhalte der DONIKKL-Lieder werden nicht immer bewusst gewählt, sondern ergeben sich einfach, z.B. beim Spielen mit Kindern. Obwohl es mittlerweile wahrscheinlich eben so viele Erwachsene Donikkl-Fans wie Kinder gibt, bleiben die Inhalte natürlich immer kindgerecht und entstammen der Lebenswirklichkeit und Phantasie der Kinder. So sind die Texte sehr abwechslungsreich und einmal lieb, dann wieder frech oder auch gruselig. Grundsätzlich sind die meisten Songs „STARK-MACH-LIEDER“, also zum Stärken des Selbstvertrauens und Selbstwertgefühls.


Welche musikalischen Stilistiken zieht Ihr heran?

Die Musik ist sehr vielfältig. Die Meisten nennen das „Frechen Family Reggae-Pop-Rock“. Mit dabei ist aber auch z. B. Funk, Punkrock oder Latin.

Viele sagen, dass „DONIKKL und die Weißwürschtl“ unter anderem deshalb so beliebt sind, weil sich auch die Eltern gerne ihre Musik anhören, da eigentlich nur die Texte an Kindermusik erinnern, die Musik aber jederzeit auch von Jugendlichen oder Erwachsenen gehört werden kann.


Die meisten DONIKKL-Lieder sind Bewegungs- bzw. Mitmachlieder anstatt Zuhörlieder. Warum?

DONIKKL: „Ich finde es sehr schade, dass Kinder immer weniger Kinderlieder hören und immer mehr Mainstream. Das ist dann meist 100% synthetisch produzierte englischsprachige „Dosenmusik“ oder Deutschsprachiges in Apres-Ski-Manier, also mit niveaulosen Texten, die einfach zu merken und mitzusingen sind – weit entfernt von Texten, die Kinder wirklich ansprechen. Zudem werden Kinder von den Medien immer häufiger wie junge Erwachsene behandelt. Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, innovative, frische Kindermusik zu produzieren, die zum einen komplett handgemacht ist, also mit echten Instrumenten gespielt und nicht nur am PC programmiert wird, und zum anderen aus der Lebenswirklichkeit und Phantasie von Kindern kommt. Kinder sollen also endlich wieder Kind sein dürfen. Und dies bedeutet grenzenlose Phantasie und Lebensfreude und natürlich auch Bewegung. Durch TV und Computer werden viele Kinder leider immer träger und konsumorientierter. In der Schule kann sich dies dann u.a. durch Lernstörungen oder Schwierigkeiten bezüglich der Motorik äußern. Daher ist es schade, wenn Musik von Kindern nur gehört und nicht auch erlebt wird.

Mitmach- bzw. Bewegungslieder verbinden mit einer unglaublichen, spielerischen Leichtigkeit Musik, Sprache und Koordination. Anders als z.B. beim Aerobic werden Kinder bei meinen Bewegungsliedern meist nicht angewiesen, bestimmte Bewegungen zu kopieren, sondern beginnen intuitiv, mitzumachen. So werden sie selbst zu einem Bestandteil des Liedes und Versetzen sich in die verschiedensten Charaktere, die erst durch die Umsetzung der Kinder lebendig wird.

Bei einem Donikkl-Mitmach-Konzert sind Stühle für das junge Publikum eine Seltenheit. Zwei Stunden Mitmach-Konzert sind genauso anstrengend wie intensiver Sport.“


Was macht für Dich ein qualitativ gutes Kinderlied aus?

DONIKKL: „Für mich ist ein gutes Kinderlied sehr eingängig und sollte schon während des ersten Hörens mitsingbar sein. Der Text muss kindlich, soll aber nicht kindisch sein. Die Instrumentierung und das Arrangement darf ruhig anspruchsvoll sein, da viele Kinder heutzutage die Hörgewohnheiten der Erwachsenen in sich tragen. Die Instrumente sollten echt sein und nicht synthetisch erzeugt – also echte Musik für echte Kinder.


Was fördert ein gutes Kinderlied in einem Kind?

DONIKKL: „Gute Kinderlieder begünstigen die ganzheitliche Entwicklung von Kindern – sie stärken das Selbstvertrauen und fördern die Sprachkompetenz, Sozialkompetenz, Körperwahrnehmung, Phantasie, Kreativität und Koordination.


Eignen sich DONIKKL-Lieder für die Umsetzung in der Schule?

Nicht nur im Musikunterricht, sondern auch im Sport- (Bewegungslieder), Deutsch (Strofen selbst schreiben, Inhaltsanalysen), Religions- (Gemeinschaft, stark machen) oder Erdkundeunterricht arbeiten schon viele Schulen mit DONIKKL-Liedern.


Wie kam es zur Gründung von „DONIKKL und die Weißwürschtl“?

Die Band wurde 2001 gegründet. Rodscha Schneider und Tom Wagner überredeten DONIKKL, mit seinem allerersten „Versuchs-Kinderlied“ bei einem großen Musikwettbewerb (nicht für Kindermusik) mitzumachen. Da der DONIKKL den eingesendeten Song beinahe komplett alleine aufgenommen hatte, dachte er, dass er da sowieso keine Chance hätte – noch dazu mit einem Kinderlied. Als er dann unter den Gewinnern war, sein Lied „Da Räggi-Opa“ gleich auf 16.000 CDs gepresst wurde und er bei einem Festival 30 Minuten live spielen durfte, brauchte DONIKKL schnell eine Band. Deshalb suchte er lustige Musiker, die zu ihm passten und Spaß daran haben, das Kind in sich leben zu lassen.


Was ist das Besondere an einem Kinder-Publikum?

DONIKKL: „Kinder sind das ehrlichste Publikum, das es gibt. Sie würden nie aus reinem Anstand heraus nach einem Lied klatschen. Sie geben immer direktes Feedback. Wenn Kinder bei einem Lied lachen und ihre Augen aus Begeisterung funkeln, dann ist das ein wunderschönes Gefühl. Es sind fantastische Momente, wenn Kinder bei Konzerten wirklich Kind sein dürfen und nicht nur konsumieren, sondern ungebändigt aus sich herausgehen.“


Wie geht’s bei „DONIKKL und die Weißwürschtl“ weiter?

DONIKKL: „Wir wollen weiterhin zeitgemäße Lieder für die ganze Familie machen, mit den Schwerpunkten Bewegung, Stark Machen und Interkulturelles Lernen ohne den erhobenen Zeigefinger, dafür mit viel Spiel- und Lebensfreude. Und das alles ohne große Plattenfirma sondern ganz nah an den Leuten – ehrlich und authentisch.“